Bio-CO2

Was ist Bio-CO2?

Bio-CO2 (oder biogenes CO2) ist ein Nebenprodukt der Biomethanproduktion.

Neben weiteren Gasen, die beim Filtrieren und Verdichten entfernt werden (H2S, Schwefelverbindungen, VOC...), ist Kohlendioxid auf natürliche Weise an der Zusammensetzung von Biogas aus der Fermentation der Belebtschlämme von Kläranlagen beteiligt.
Im Unterschied zu den anderen, aufgrund ihrer potentiellen Giftigkeit unerwünschten Elementen, gilt das CO2 als verwertbare Ressource. Es wird daher aufgefangen und zur Wiederverwendung aufbereitet.

Welche Anwendungen hat Bio-CO2 ?

Das bei der Reinigung von Rohbiogas anfallende Bio-CO2 ist vielseitig verwertbar:

  • Landwirtschaft: Beschleunigung der Fotosynthese für Gewächshauskulturen
  • Industrie: Prozessgas
  • Kühlung
  • Herstellung von Trockeneis
  • Brandbekämpf...

Die Untersuchung der verschiedenen Verwertungsmöglichkeiten für das CO2 ist eine der Fragestellungen des Projekts Biovalsan.

Betrachtung des kurzen Kohlenstoffkreislaufs

Die Wissenschaftler sind sich darüber einig, dass dieser „kurze Kreislauf" des CO2 kohlenstoffneutral ist, das heißt, dass er den Treibhauseffekt nicht verstärkt.

Im Gegensatz zu den konventionellen Ressourcen (Erdöl, Erdgas), bei denen der Kohlenstoff über Jahrtausende im Erdboden eingeschlossen wurde, wird Biomethan aus organischen Ressourcen gewonnen, die den Kohlenstoff kurze Zeit einlagern. Bei einer Umwandlung „im kurzen Kreislauf" wird das in der Atmosphäre vorhandene CO2 von der Vegetation eingefangen, die dank der Fotosynthese ihre Rolle einer „Kohlenstoffsenke" spielt.

Am Ende des Pflanzenzyklus wird die so gebildete „Biomasse" ihrerseits verschiedenen Umwandlungen unterzogen (Zersetzung, natürliche oder gesteuerte Faulung, Oxidation, Verbrennung...), bei denen sie den eingelagerten Kohlenstoff hauptsächlich in Form von Methan und CO2 wieder freisetzt.

Dieser kurze Zyklus, der dem natürlichen Kohlenstoffkreislauf entspricht, hat keinen Anstieg des Kohlenstoffgehalts in der Atmosphäre zur Folge.

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