Gesundheitstechnische Aspekte

Zwar ist der eigentliche Zweck von Biovalsan die Produktion von Energie und biogenem CO2, doch bildet der gesundheitstechnische Teil seinerseits einen wesentlichen Aspekt des Projekts..

Es geht dabei darum, die Konformität des aus der Biogasumwandlung entstandenen Biomethans und Bio-CO2 sowie ihre zeitlich konstante Qualität zu gewährleisten.

Was Biovalsan beweisen möchte

Das aus der Fermentation von Klärschlämmen stammende Biogas weist die Besonderheit auf, dass es das Produkt eines Aufbereitungsverfahrens mit einer großen Vielzahl von Inhaltsstoffen ist. Außerdem unterliegt die Zusammensetzung des aufbereiteten Abwassers in einer Kläranlage mit hoher Kapazität häufigen Schwankungen, die das Verfahren ausgleichen muss.

Neben den Hauptbestandteilen Methan (60 bis 65%) und CO2 (35 bis 40%) kann das Biogas wechselnde Mengen Wasser (H2O), Stickstoff (N2), Schwefelwasserstoff (H2S), Sauerstoff (O2), aromatische Verbindungen, Halogenkohlenwasserstoffe (Chlor und Fluor) und Schwermetalle, meistens in Spuren, enthalten.

Die Herausforderung für das Reinigungsverfahren, das das Biogas in Biomethan überführt, besteht somit darin, auf der Grundlage von Messungen und Analysenzu beweisen, dass das Biomethan aus Biogas, welches wiederum aus der Fermentation von Klärschlämmen stammt, keinerlei chemische oder biologische Gesundheitsrisiken birgt. Die hierzu benoetigten Messwerte werden gemaess einem von einem Komitee europäischer Biogasexperten validierten Protokoll erhoben.

Die Labors SGS und Eurofins-IPL Est, Partner des Projekts

Eine zentrale Fragestellung des Projekts Biovalsan ist die Verbesserung der Kenntnisse über die physikalisch-chemischen Eigenschaften und Merkmale des aus Abwasser hergestellten Biomethans.

Zwei für ihr Fachwissen in der Erfassung, Stichprobennahme und Analyse chemischer und mikrobiologischer Daten anerkannte Referenzlabors haben sich dem Projekt angeschlossen:

  • SGS, zuständig für die physikalisch-chemischen Analysen, die es ermöglichen werden, das Biomethan und Bio-CO2 im Hinblick auf die Spezifikationen des Gasversorgers und die geltenden Verordnungen zu bewerten und über das chemische Gesundheitsrisiko zu befinden.
  • Eurofins-IPL Est, dessen Aufgabe die Durchführung der mikrobiologischen Analysen ist, anhand deren das biologische Gesundheitsrisiko eingeschätzt werden kann.

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